KGV Vereinte Kraft e.V.
Chronik

Die „Vereinte Kraft“ ist mit 389 Gärten die zweitgrößte Anlage in Chemnitz. Zwischen Clausstraße, Carl-von-Ossietzky-Straße,  Gartenstadt Gablenzsiedlung  und  Bernhardstraße bildet sie mit den Nachbarvereinen Kaulbachhang, Empor zum Licht und Süd-Ost die „grüne Lunge“ zwischen Lutherviertel und Gablenz. Alle Anlagen sind durch öffentliche, teilweise beleuchtete Wege untereinander verbunden.

Wie  aus  der  Festschrift  zum  90-jährigen  Jubiläum  der  „Vereinten  Kraft“ hervorgeht,  gab  es  auf  dem  weitläufigen  Gelände  bereits  vorher  so genannte Mietsgartenpächter. Nach Streitigkeiten um die Pacht wurde im Juli 1919 beschlossen, einen Gartenbauverein ins Leben zu rufen, der dann am 24. September 1920 gegründet wurde. Der Name „Exerzierplatz“ wies auf die einstige Nutzung von Flächen im Südosten der Stadt hin –  die  Ossietzky-Straße  beispielsweise  hieß  früher  Garnisonstraße. Weitere von den Pächtern genutzte Grundstücke gehörten einem Baumeister Holler von der Fichtestraße und der Firma Reinecker.

1915 wurde ein Stück Fläche an der Kantstraße, sowie an der Fichtestraße bis zum Genossenschaftsweg von der Stadt Chemnitz für den Anbau von Gemüse und Kartoffeln freigegeben. Auf diesem Gebiet bauten 15 Anbauer an;

Am 8. September 1919 wurde ein Verein mit dem Namen „Exerzierplatz“ e. V. Chemnitz gegründet;

Am 8. September 1926 beschloss die außerordentliche Vereinsversammlung die Namensänderung in Gartenverein „Erholung“ e.V.;

Am 29.September 1926 wurde der Verein „Aus eigener Kraft“ e. V. gegründet. Die Anlage lag am nördlichen Rand des früheren Exerzierplatzes und umfasste zurzeit 104 Gärten, laut Grundstücksamt- Kleingärtnerabteilung kamen noch 60 weitere Gärten dazu;

Die Kleingärtnervereine „Erholung-Ost“ und „Aus eigener Kraft“ lösten sich am 17. Oktober 1936 vor dem Amtsgericht in Chemnitz durch Liquidation auf; 

Verschmelzung zum neuen Kleingärtnerverein „Vereinte Kraft“ e. V.

Am 21. Oktober 1946 wurde der Verein (wie alle Vereine) formal aufgelöst. Trotzdem existierte der Verein weiter, wenn auch unter anderen Verwaltungsbedingungen;

Eine Kontrolle musste von übergeordneter Stelle sein; Anfänglich lag sie offenbar beim Gewerkschaftsbund (siehe altes Mitgliedsbuch);

Dann wurde eine vorgeordnete Kontrollorganisation gegründet: Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter „VKSK“ Kreisverband Karl-Marx-Stadt, Sparte „Vereinte Kraft“ Karl-Marx-Stadt Carl-von –Ossietzky-Straße;

Der Kleingartenverein gehörte ihm bis 1990 an;

1990 beschloss die Mitgliederversammlung den Austritt aus dem „VKSK“;

2011 Beitritt zum Stadtverband